Personenbezug in großen Sprachmodellen - Die Ergebnisse der Konsultation der BfDI
mit Dr. Vyacheslav Bortnikov und Sarah Gosten
29. Januar 2026, 13:00 UhrDie Aufzeichnung des Vortrags in voller Länger
Präsentation
KI-Modelle, insbesondere große Sprachmodelle (LLMs) werden mit enormen Datenmengen trainiert. Der Europäische Datenschutzausschuss hat festgestellt, dass solche Modelle personenbezogene Daten enthalten – „memorisieren“ – können. Diese Feststellung wirft bedeutende Fragen zum Schutz personenbezogener Daten auf und erfordert eine systematische Auseinandersetzung mit den datenschutzrechtlichen Herausforderungen bei der Planung, dem Training und der Nutzung dieser Modelle.
Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit hat im Rahmen einer öffentlichen Konsultation praktische Erfahrungen, technische Einschätzungen und normative Überlegungen von Expert:innen aus verschiedenen Bereichen eingeholt.
Dr. Vyacheslav Bortnikov und Sarah Gosten stellen die Ergebnisse dieser Konsultation vor. Sie geben einen Überblick auf die im Verfahren aufgeworfenen Fragen sowie die eingegangenen Stellungnahmen – etwa zur Anonymität von Modellen, zur Bewertung und Begrenzung von Memorisierungs-Risiken sowie zu technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen.
Dr. Vyacheslav Bortnikov
ist Referatsleiter bei der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit und verantwortet dort Grundsatzfragen der Künstlichen Intelligenz. Er ist Autor bzw. Mitautor von juristischen Kommentaren und Publikationen zum Datenschutz, insbesondere im Kontext von KI.
Sarah Gosten
ist technische Referentin bei der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit im Referat für Künstliche Intelligenz. Schwerpunktmäßig befasst sie sich mit Fragen zu großen Sprachmodellen und Memorisierung. Sie verbindet so ihr Studium zu ethischen Fragen der Mensch-Technik-Interaktion mit den datenschutzrechtlichen Herausforderungen durch KI.