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Eine Plattform für die Datendebatte

Wie können personenbezogene Daten effektiv und effizient geschützt werden? Wie bleibt Innovation trotzdem möglich? Die Bundesstiftung bietet ein Forum für die notwendige Diskussion.

Eine Plattform für die Datendebatte

Wie können personenbezogene Daten effektiv und effizient geschützt werden? Wie bleibt Innovation trotzdem möglich? Die Bundesstiftung bietet ein Forum für die notwendige Diskussion.

Inhalt

Buchreihe DatenDebatten

Wie werden wir morgen mit unseren Daten umgehen? Was wird uns Privatheit im 21. Jahrhundert bedeuten? Die Stiftung Datenschutz begleitet die Zukunft des Datenschutz mit Fachbeiträgen. Ein Sammelband der Stiftung Datenschutz mit dem Titel „Zukunft der informationellen Selbstbestimmung“ nähert sich aktuellen Fragen. Mit dem wissenschaftlichen Buch eröffnet die Leipziger Denkfabrik zugleich ihre neue Schriftenreihe DatenDebatten.

14 Autoren und Datenschutz-Experten wie Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Peter Schaar beschreiben die Zukunft eines Gegenstandes, der bereits in der heutigen Debatte politisch wie juristisch schwer zu umfassen ist. Denn was für manche eine bloß juristische Frage ist, hat aus Sicht anderer vor allem eine gesellschaftliche Dimension. Es geht um Bürgerrechte ebenso wie um revolutionäre neue Technologien und einträgliche Geschäftsmodelle.

Zum besseren Verständnis der gegenwärtigen Debatte bedient sich der Sammelband eines Ausblicks in die Zukunft. Die Wissenschaftler, Politiker oder Netzaktivisten unternehmen eine Zeitreise unter folgender Fragestellung: Hat der Datenschutz eine Perspektive und wie könnte diese aussehen? In unterschiedlichen Sichtweisen eröffnen die Beiträge einen tiefgehenden Dialog darüber, was künftig mit unseren persönlichen Daten passieren wird. Ebenso gehen sie auf die scheinbar paradoxe Situation ein, dass ein Großteil der Gesellschaft sich ein höheres Maß an Schutz wünscht, sein Kommunikationsverhalten aber dennoch eher lockert als es an die veränderten Möglichkeiten, digitale Bewegungsmuster zu erstellen, anzupassen.

Die Autorin Sabine Trepte beispielsweise beleuchtet dieses sich stetig wandelnde Verhältnis aus Kontrolle und Kommunikation. Ihre These ist, dass sich im digitalen Zeitalter Kommunikation und Kontrolle mehr und mehr ausschließen werden. Dabei entwirft sie ein eher pessimistisches Szenario: „Informationen über die eigene Person werden an andere Menschen weitergegeben wie Geschenke. Was diese anderen Menschen mit den Informationen tun, wie sie Informationen interpretieren, editieren und weitergeben, ist unkontrollierbar und unregierbar.“

Ziel des Sammelbands ist es nicht, praktische Lösungen aufzuzeigen, sondern zunächst vorliegende Probleme zu würdigen und diese Analysen in die Zukunft zu projizieren. Frederick Richter, Vorstand der Stiftung Datenschutz und Herausgeber: „Wir haben uns im ersten Band der DatenDebatten-Reihe bewusst von der reinen Tagespolitik entfernt. Wir möchten die großen Linien betrachten und dabei das Thema Datenschutz interdisziplinär angehen.“

Weitere Themen des Bands sind die Rolle des Nationalstaates sowie der EU in der digitalen Welt, der Einfluss von Technik und die Bedeutung von persönlicher Freiheit im Internet. Die kurzen, thesengetriebenen Beiträge richten einen pointierten Blick auf die Themenstellungen und regen zur Diskussion an. „Wir finden: Daten brauchen Debatten. Mit den Projektionen in die Zukunft wollen wir zum Gespräch in der Gesellschaft anregen und die Diskussion befördern. Gerade weil unsere Autoren so unterschiedlich sind, glauben wir, dass der vorliegende Band eine große Zielgruppe ansprechen wird“, so Richter.

Dabei sieht er die Stiftung Datenschutz als eine treibende Kraft. Die neutrale Organisation mit Sitz in Leipzig etabliert sich zunehmend als unabhängiger Think Tank und sieht sich als Plattform der Diskussion zwischen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Der nächste Titel der Reihe DatenDebatten wird sich mit dem Themenfeld eHealth & Big Data auseinandersetzen und wird Frühjahr 2017 erscheinen.

Über das Buch:

Zukunft der informationellen Selbstbestimmung (DatenDebatten, Band 1), Hrsg. Stiftung Datenschutz, Mit Beiträgen von Prof. Dr. Hans Peter Bull, Dr. Thomas Giesen, Prof. Dr. Jürgen Kühling, LL.M., Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Prof. Dr. Kai von Lewinski, Bettina Robrecht, LL.M., Peter Schaar, Julia Schramm, Christiane Schulzki-Haddouti, Michael Seemann, Prof. Dr. Indra Spiecker genannt Döhmann, LL.M., Julia Stinner, Prof. Dr. Sabine Trepte, Erich Schmidt Verlag, 173 Seiten, 38 Euro

Medienanfragen und Rezensionsexemplare unter pressestiftungdatenschutzorg