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Links und Werkzeuge

Damit Nutzer ihre eigenen Daten schützen können, gibt es eine Vielzahl frei verfügbarer Software-Anwendungen und Dienste. Wir haben eine Auswahl für Sie zusammengestellt.

Hinweis zum Gemeinnützigkeitsrecht: Die folgenden Empfehlungen sind lediglich beschreibend und beispielhaft; sie haben keinen gewerblichen/bewerbenden Charakter, sondern dienen allein der Information im Rahmen der Umsetzung unserer Stiftungszwecke. Zu keinem der Betreiber der verlinkten Seiten bestehen Geschäftsverbindungen irgendeiner Art.

Passwörter

Das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik erklärt Grundsätze zum Umgang mit Passwörtern.

Die Zentrale Datenschutzstelle der baden-württembergischen Universitäten hat eine Passwort-Generator entwickelt, der hochsichere Passwörter nach Nutzervorgaben erstellt.

KeePass Passwort-Safe und Passwort Safe sind kostenlose, quelloffene Anwendungen, die helfen Passwörter zu speichern und sicher zu verschlüsseln. Dabei werden die Passwörter in einer Datenbank abgelegt, in der alle Einträge, also auch die zugehörigen Email-Adressen, Notizen und ähnliches, verschlüsselt und können nur mit Hilfe eines Masterpassworts und/oder einer Schlüsseldatei wieder zugänglich gemacht werden.

Passwörter sollten nicht nur sicher erstellt, sondern auch regelmäßig gewechselt werden. Diese App (iPhone, Windows Phone, Android) gibt Hinweise zu sicheren Passwörtern und erinnert daran, sie zu ändern.

Surfen

Es gibt zahlreiche Browser-Plugins, die es Website-Betreibern erschweren, Daten über ihre Besucher zu sammeln; für Firefox zum Beispiel hier; für Opera hier. Hervorzuheben ist der Privacy Badger der Electronic Frontiers Foundation (EFF), der zahlreiche Add-Ons in sich vereint (Beta, Firefox).

HTTPS Everywhere, das – wenn technisch möglich – eine https-verschlüsselte Verbindung zwischen Internet-Browser und dem Server erzwingt und so den Datenaustausch vor den Blicken Dritter geschützt, ist für Firefox und Chrome verfügbar.

Tor maskiert die eigenen IP-Adresse, verlangsamt aber auch den Datenaustausch. Eine portable Installation mit fertig konfiguriertem Webbrowser gibt es hier. Eine Alternative ist zum Beispiel Cyberghost VPN (auch in freier Version erhältlich). 

Suchen

MetaGer ist eine Metasuchmaschine, besonders geeignet für deutschsprachige Inhalte, die keine Nutzerdaten speichert. ebenso wie UnbubbleDuckduckgo und ixquick lassen suchen, ohne zu speichern. Startpage kombiniert die Suchergebnisse von Google mit dem Datenschutz von ixquick. 

E-Mail, SMS und Mobiltelefon

Das Verschlüsseln von emails ist – abhängig vom verwendeten Mail-Programm – mit etwas Aufwand verbunden. Ein wertvolles Werkzeug mit deutschsprachiger Oberfläche und Dokumentation ist GPG4win. Datenschutzfreundliche eMail-Dienste auf Servern in Deutschland bzw. in den Niederlanden bieten kostenpflichtig posteo.demailbox.org und startmail.com. Whatsapp ist trotz häufiger Kritik die meistgenutzte Messaging-App in Deutschland. Alternativen stellt netzpolitik.org vor; der Praxisblog Medienpädagogik erläutert die Grundlagen. Die Stiftung Warentest hat Messenger-Apps getestet; Testsieger war der deutsche Anbieter Hoccer: “Hoccer geht hingegen vorbildlich mit persönlichen Daten um. Seine Nutzer chatten anonym und müssen nicht einmal ihren Namen, ihre Telefonnummer oder Mail-Adresse angeben.”

Eine quelloffene App für verschlüsselte Telefonate und SMS bietet whispersystems.org (englisch).

Einen Überblick zu Datenschutz und Datensicherheit auf Smartphones hat irights.info zusammengestellt

Soziale Medien

Facebook hat am 30. Januar 2015 seine Datenschutzbestimmungen geändert. Was das bedeutet, und was dabei zu beachten ist, hat die Initiative “Surfer haben Rechte” zusammengestellt. Ebenfalls zum Thema: Die Digitale Gesellschaft.

Diaspora ist nur eines von mehreren dezentralen sozialen Netzwerken, ein anderes ist Friendica. Weitere Beispiele hier. Quelloffen und ohne Registrierung nutzbar: Dudle, ein Werkzeug für Terminabstimmungen und einfache Umfragen.

Die Privacy Awareness App der Wiener Informatikprofessiorin Sarah Spiekermann und des Juristen Maximilian Schrems funktioniert wie ein Spiegel und zeigt jedem Nutzer von Facebook das eigene Profil aus App-Perspektive. Dazu fragt die App die Schnittstellen ab, über die Facebook Nutzerdaten an zahlende Kunden, hauptsächlich Werbetreibende, weiterleitet.

MyPermissions.org ermöglicht die Verwaltung von Diensten, die Zugang zum eigenen Facebook-Account haben. SRT Appguard erlaubt es, Apps zu überwachen und Berechtigungen nachträglich zu ändern (Android 2.3 bis 4.4 Vollversion kostenpflichtig).

Reclaim Social Media ist ein Werkzeug, mit dem die eigenen Inhalte, die über die sozialen Medien verstreut sind, an einer Stelle abgelegt werden können. Noch in der Pre-Alpha-Phase, aber das Ziel ist ein nutzerfreundliches WordPress-Plugin.

Nutzerkonten löschen

Viele Firmen machen es ihren Kunden schwer, ihren Account zu löschen. Justdelete.me zeigt, wie es geht.

Weiterführende Links

Umfangreich, detailliert, trotzdem sehr gut verständlich: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik stellt Praxistipps zur Verfügung und erklärt die Hintergründe: Von der sicheren Einrichtung des privaten Computers und Heimnetzwerks bis zum sicheren Einkaufen und mobilen Surfen.

Einen interessanten, gut verständlichen Ratgeber für die Sicherheit im Internet hat Cosmosdirekt zusammengestellt.

Eine umfangreiche Liste von freien, quelloffenen, sicheren Alternativen zu bekannten kommerziellen Produkten findet sich unter prism-break.org.

Die Gesellschaft für Informatik hat ein Liste mit Antworten auf häufig gestellte Fragen zu politischen, technischen und juristischen Hintergründen der Spähaffäre und der Arbeit der Nachrichtendienste erarbeitet und veröffentlicht.

Das Datenscheckheft des Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit hilft mit Merkblättern und Musteranschreiben, Ihre Datenschutzansprüche gegenüber (vornehmlich Berliner) Behörden und Institutionen geltend zu machen, damit Sie Ihre Datenschutzrechte (z.B. Recht auf Auskunft) eigenständig wahrnehmen zu können.

Auch die Initiative “Surfer haben Rechte” stellt Musterbriefe zur Verfügung, falls Sie herausfinden möchten, welcher Anbieter welche Daten über Sie gespeichert hat, oder Sie der Meldebehörde verbieten wollen, Ihre Daten weiterzugeben.