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Eine Plattform für die Datendebatte

Wie können personenbezogene Daten effektiv und effizient geschützt werden? Wie bleibt Innovation trotzdem möglich? Die Bundesstiftung bietet ein Forum für die notwendige Diskussion.

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Wie können personenbezogene Daten effektiv und effizient geschützt werden? Wie bleibt Innovation trotzdem möglich? Die Bundesstiftung bietet ein Forum für die notwendige Diskussion.

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Verbesserter Datenschutz: Neuer Ratgeber der Stiftung Datenschutz zeigt Wahlkampfteams einfache Wege

Nach der letzten Sitzungswoche der Legislaturperiode beginnt die heiße Wahlkampfphase. Dies gibt der Stiftung Datenschutz Anlass, an die Bedeutung von Datenschutz im Wahlkampf zu erinnern. In einer übersichtlichen Broschüre, die an alle MdB und Parteien gesendet wurde, zeigt der Think-Tank aus Leipzig, wie gezielte Wahlwerbung rechtssicher gestaltet werden kann.

Bunt, kompakt, 16 Seiten: Die Broschüre zeigt, dass Datenschutz nicht kompliziert sein muss. In praktischen Anwendungsbeispielen werden die wichtigsten gesetzlichen Regelungen vorgestellt und einfache, pragmatische Lösungen angeboten. So werden beispielsweise die datenschutzrechtlich saubere Speicherung von Bürgerdaten, der Versand von Mailings oder Fragen nach Big Data-Anwendungen geklärt. Eine Checkliste für die schnelle Prüfung im hektischen Wahlkampf rundet das Angebot ab. Die Handreichung ging dieser Tage an alle Abgeordneten des Deutschen Bundestags sowie an die Zentralen der Parteien. Die Broschüre steht auch hier zum Herunterladen bereit unter.

Der Ratgeber ist damit nicht nur eine praktische Unterstützung für die Helfer an den Wahlkampfständen in diesem Sommer, sondern auch Werbung für den Datenschutz an sich: "Datenschutz geht jeden Bürger an. Wir verstehen ihn als Querschnittsthema zwischen den einzelnen Politikfeldern und als Wettbewerbsvorteil für Unternehmen im internationalen Wettstreit", erklärt Frederick Richter, Vorstand der Stiftung Datenschutz.

Gerade weil der Wahlkampf immer digitaler wird, steigen die Möglichkeiten für den Einsatz von Big Data-Anwendungen. Die Broschüre zeigt jedoch, dass ein datenschutzkonformer Einsatz dieser Techniken einfach möglich ist. "Wir appellieren dabei auch an das Eigeninteresse der Parteien", sagt Richter. Dabei verweist er auf die jüngeren Datenskandale und deren negatives mediales Echo. Der Vorstand der Stiftung rät hier den Parteien zu mehr Datensparsamkeit: Wer Daten nicht unnötig speichert, kann diese auch nicht verlieren.

Die Stiftung Datenschutz wurde 2013 von der Bundesrepublik gegründet und hat sich seither zu einer Dialogplattform zwischen Politik, Gesellschaft und Wirtschaft entwickelt. In zahlreichen Veranstaltungen und in Projekten zeigt die Stiftungsarbeit neue Wege zum Umgang mit dem komplexen Thema des Privatsphärenschutzes auf. Aktuell führt die Stiftung ein Forschungsprojekt zur Umsetzung des neuen Rechts auf Datenportabilität durch. Dabei geht es im Kern um die Frage, in welcher Form beispielsweise Kunden ihre Daten von einem Anbieter zu einem anderen Dienstleister mitnehmen können. Besonders relevant ist das für soziale Netzwerke.